Orange Meeting de L`air 2019 - Aviation-Media.com

Das Meeting de l’Air ist eine Luftfahrt Veranstaltung des französischen Militärs, die diese jedes Jahr an zwei wechselnden Basen der französischen Luftwaffe durchführt. Die Veranstaltung selbst wird dabei nicht von der Armee de l‘Air, sondern von der FOSA (Fondation des OEuvres Sociales de l’Air) durchgeführt. Diese Organisation kann man als sozialen Arm des Militärs verstehen, der zahlreiche Projekte sowie verwundete Soldaten unterstützt.

Die Show findet immer auf aktiven Basen statt, womit gleichzeitig ausreichend Platz und genügend Personal verfügbar ist. Da dieses Jahr eine der beiden ausgewählten Basen Orange war, mussten die im regulären Betrieb von dort ausgeführte QRA für die Dauer der Show umziehen da Luftraumsicherung mit Flugzeugen mit scharfen Waffen nicht mit einer Airshow mit tausenden Besuchern vereinbar ist. Daher wurden einige Maschinen nach Istres weiter im Süden in der Nähe von Marseille verlegt und waren dort für die Luftraumsicherung in Bereitschaft.


The Meeting de l’Air is the airshow event organised by the French military and taking place twice per year on changing active air force bases of the l’Armee de l’Air in France. The events itself are not organised by the Air Force itself, but by FOSA (Fondation des OEuvres Sociales de l’Air). This organisation can be considered as a social trust supported by the French armed forces, supporting various social projects and as well war-torn members of the Armed Forces.

The events always take place on active bases, allowing sufficient space and as well trained staff for handling of air operations. As this year one of the bases chosen was Orange, the local QRA duties had to be rebased for the duration of the show as active QRA with live-armed aircraft is not possible while having thousands of people on base. Several aircraft thus relocated to Istres close to Marseille and performed their duty from there.


Die Geschichte des Flugplatzes Orange beginnt in den letzten Tagen vor dem Zweiten Weltkriegs weswegen das Meeting de l’Air 2019 nicht nur das Event selbst, sondern auch den 80ten Geburtstag der Basis bedeutete. Nach verschiedenen Flugzeugen und Staffeln der deutschen Luftwaffe während des Krieges begann die französische Luftwaffe danach den Betrieb mit von der US Army Air Force gelieferten P-39 Airacobras. Nach einigen Umbaumaßnahmen (Jets brauchen längere Startbahnen) erhielten die in Orange stationierten Staffeln 1/5 Vendée und 2/5 Ile de France in den fünfziger und sechziger Jahren etliche unterschiedliche Flugzeugtypen – von Vampires über Mistrals (in Frankreich in Lizenz gefertigte Vampires), danach Mystère IIC, Mystère IVA, Super Mystère B2 und schließlich Mirage III. Zusätzlich verwendeten weitere in den sechziger Jahren auf die Basis verlegte Staffeln für einige Jahre Fouga Magister für Training und zwischen den Sechzigern und Achtzigern flog von dort auch die 2/93 (später 3/91) Cevennes mit Mirage IV.

Die beiden Heimatstaffeln 1/5 und 2/5 tauschten ihre Mirage III mit Mirage F1C und F1B in den Siebzigern und begannen den Wechsel auf die Mirage 2000 in den Achtzigern (B und C Versionen). Wiederholt wurde auch eine dritte Staffel 3/5 Comtat Venaissin aktiviert, diese aber endgültig in den Neunziger Jahren deaktiviert. Im neuen Jahrtausend wurden dann auch die 1/5 aufgelöst, womit heute nur noch die Staffel 2/5 Ile de France aktiv mit Mirage 2000B und Mirage 2000C fliegt. Der durch die Auflösungen verfügbare Platz wird seit 2011 von AS555 Fennecs genutzt – die in einer Schulungsstaffel (CIEH 00/341 Maurienne) und einer Staffel für den SAR Dienst (EH 05/067 Alpilles) organisiert sind. Die reiche Vergangenheit wird auch am Eingang der Basis deutlich, an dem zahlreiche Maschinen aus der Geschichte des Platzes in gutem Zustand ausgestellt sind. Über 10 Maschinen finden sich dort, alle in sehr gutem Zustand – von der Fouga Magister bis zur Mirage IV. Die Airshow selbst besteht immer aus einer Kombination von Teilnehmern der französischen Luftwaffe (Rafale Solo Display, Alpha Jet Solo Display, A400M Solo Display, Patrouille de France) sowie verschiedener Warbirds und kleiner Flugzeuge. Dies beinhaltet zum Beispiel eine OV-10 Bronco aber auch eine T-6 Texan, eine Hawker Typhoon und eine Skyraider. Ein weiterer interessanter Teilnehmer war eine Grumman G164 Ag Cat die ihre Feuerlöschfähigkeiten auch während der Show demonstrierte. Daneben sind natürlich auch internationale Gäste vertreten wie Schweizer F-18 Hornets, die Dark Falcon F-16 aus Belgien, die Solo F-16 aus Dänemark sowie das Patroulla Aguila Team aus Spanien um das Flugprogram zu vervollständigen.


The base in Orange can trace its history back to the last days preceding the second World War – thus the Meeting de l’Air in 2019 was for Orange not only a reason to celebrate this event itself, but as well the 80th birthday. Used by various German Air Force aircraft during the war, the French Air Force started to use the base first with P-39 Airacobras received from the US Army Air Force. Some rebuilding later (jets require longer runways) the base and the local squadrons 1/5 Vendée and 2/5 Ile de France received in the fifties and sixties various aircraft – from Vampires to Mistrals (French built Vampires), then Mystère IIC, Mystère IVA, Super Mystère B2 and finally Mirage III. Furthermore, additional squadrons on base for some years in the sixties operated with Fouga Magister for training and as well the 2/93 (later 3/91) Cevennes (sixties to eighties) with Mirage IV.

The two home squadrons 1/5 and 2/5 then swapped the first Mirage IIIs for the F1C and F1B in the seventies and started transition to Mirage 2000s in the eighties (B and C models). During various periods a 3/5 Comtat Venaissin existed, but this finally closed in the nineties. In the new millennium the 1/5 was as well closed down, leaving today only the 2/5 in operation with Mirage 2000Bs and 2000Cs. The available space is in use since 2011 with AS555 Fennecs – one squadron for training (CIEH 00/341 Maurienne) and one squadron for SAR duty (EH 05/067 Alpilles). At the entrance of the base, this legacy becomes as well visible as many of the aircraft previously used are displayed and preserved. Over 10 airframes are on display, all in very good condition – ranging from Fouga Magister to the huge Mirage IV bomber.

The airshow, always combining elements of the French Air Force like Rafale Solo Display, Alpha Jet Solo Display, A400M solo display and Patrouille de France included a range of warbirds and smaller aircraft. This covers the OV-10 Bronco but as well a T-6 Texan, a Hawker Typhoon and a Skyraider. Another interesting participant was a Grumman G164 Ag Cat – demonstrating its firefighting capabilities as well during the show. In terms of international guests Swiss F-18s, the Dark Falcon F-16 from Belgium and the Solo F-16 from Denmark next to the Patroulla Aguila completed the list of flying participants.


Daneben sind zahlreiche Maschinen auch statisch für die Besucher abgestellt. Hervorzuheben waren hier zwei italienische Eurofighter in Sonderlackierung die direkt vom Tigermeet in Mont-de-Marsan nach Orange flogen. Die französische Luftwaffe wollte dem nicht nachstehen und schickte ihre Dark Tiger Rafale (Heimatbasis Mont-de-Marsan). Die Belgier schickten beide F-16 die eine Sonderlackierungen zur Erinnerung an die Invasion in der Normandie tragen – eine der beiden war allerdings die Ersatzmaschine für den Dark Falcon und daher nicht im Zuschauerbereich abgestellt. Die deutsche Luftwaffe schickte einen Tornado aus Büchel, die Royal Air Force eine BAe Hawk. Auf französischer Seite komplettierten eine Mirage 2000D aus Nancy sowie 2000-5 und 2000C Versionen neben einer Casa CN-235 in der Ausführung als fliegendes Krankenhaus die statische Ausstellung. Der A400M konnte von den Besuchern auch von Innen besichtigt werden (jedenfalls solange er nicht sein Display flog).

Für Fotografen ermöglicht die FOSA nach Anmeldung immer die Anwesenheit am Ankunfts- und Abflugtag – sowie einen besonderen Platz an den Showtagen. Aufgrund der Gegebenheiten des Platzes konnte der Bereich östlich der Landebahn am Freitag nicht zugänglich gemacht werden – dafür hätten alle 250 Fotografen über die Landebahn laufen müssen was allerdings eine nennenswerte Unterbrechung der Flugaktivitäten zur Folge gehabt hätte. Wir konnten aber zumindest in den Bereich zwischen Rollweg und Startbahn um näher am Geschehen zu sein. Aufgrund der guten Organisation sowie durch die Registrierung als Fotograf konnten wir an beiden Showtagen vor der breiten Masse auf das Gelände und jeweils auch auf die Flightline um Fotos zu machen, danach gab es wie erwähnt einen reservierten Bereich ganz vorne im Zuschauerbereich. Am Abflugtag konnten wir dann sogar die Startbahn früh morgens zu Fuß überqueren und sehr gute Fotos aller abfliegenden Maschinen machen.

Am Sonntag musste dann ein Teil des Flugprogramms aufgrund einer besonderen Begebenheit der Region gestrichen werden, die gleichzeitig auch allen Besuchern zu schaffen machte – dem Mistral. Dieser kühle starke Wind, der aus nördlicher Richtung im Rhonetal vorkommt, ließ alle Besucher die Hitze nicht spüren (bei gleichzeitig strahlend blauem Himmel) – besonders am Sonntag und Montag. Trotz Sonne ist dieser Wind aber sehr anstrengend, wenn er den ganzen Tag ins Gesicht weht – und zudem bot der Flugplatz natürlich wenig Möglichkeiten sich in Windschatten zu stellen. Abgesehen von dieser klimatischen Kleinigkeit außerhalb der Kontrolle der Organisatoren war die Atmosphäre und die Vorbereitung für die Fotofragen wieder einmal sehr gut.

Wir möchten uns beim Personal der FOSA und besonders bei den Piloten und Mannschaften der EH05/067 bedanken, die uns sehr freundlich aufgenommen, uns immer den Eindruck gegeben haben willkommen zu sein und unsere Begeisterung für gute Fotos schätzten. Wir sind gespannt auf die Wahl der Flugplätze für das Meeting de l’Air für das kommende Jahr und hoffen wiederkommen zu dürfen.


Florian Szczepanek, August 2019


In static the attendees could admire two Italian Eurofighters directly flying in from de Tigermeet in Mont-de-Marsan – and the Italians of course brought the two special tails Eurofighters with them. The French Air Force parked the Dark Tiger from the base Mont de Marsan and the Belgians arrived with both F-16s in D-Day commemorative scheme – although one of them was the spare aircraft for the Dark Falcon. The German Air Force sent a Tornado from Büchel, the Royal Air Force an BAe Hawk. From the French Air Force, a Mirage 2000D from Nancy and 2000-5 and 2000C models next to a Casa CN-235 in medical layout completed the line-up. The A400M could be entered (while not performing its display) as well.

For photographers the FOSA schedules possibilities to photograph arrivals and departures and of course as well the show days – all from preferred spots. Due to the circumstances, it was not possible to access the area east of the runway on Friday as crossing the runway with the attending 250 people requires a significant break in flying operations which could obviously not be included. At least we could enter the area between taxiway and runway to be closer to the operation. Privileged access as registered photographers on Saturday and Sunday enabled us early access to base and option to visit the flight line, followed by a preferred location in front of the crowd line for the displays. Departure Day offered us then the option to cross the runway – and enabled very good photos of all leaving aircraft. A special circumstance resulted in the cancellation of a part of the flying program on Sunday and provided a challenge for all visitors – the Mistral. This cold but strong wind blowing from the north in the Rhone valley made us not feeling the strong sun with blue sky, especially on Sunday and Monday. This was a challenge as it exhausts you without really being active and nobody could really hide, as on an airfield you don’t have much structures breaking the wind. Except this issue the atmosphere and set-up was very good and the organisation for the spotters as described above superb.

We would like to thank the staff of FOSA and especially the very friendly reception and the great chats with the pilots and crews of the EH 05/067 which made all of us feeling welcome and appreciated our passion and engagement to make nice photos.

We already look forward to the choice of bases for the Meeting de l’Air next year and hope to be allowed to return.